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Tagesimpuls Ostern, 4.4.2021

Gepriesen bist du, Herr unser Gott,

der du uns Jesus Christus gesandt hast,

der uns am Ostertag zum Licht geworden ist,

zur Hoffnung der ganzen Erde.

Gepriesen bist du Herr, unser Gott,

der du deinen Sohn aus der Dunkelheit des Todes

in dein unvergängliches Licht geholt hast.

Gepriesen bist du, Herr unser Gott,

der du am Ostermorgen die Ketten des Todes zerbrochen

und uns so Hoffnung auf ewiges Leben geschenkt hast.

Einführung:   

In der Feier der Osternacht wurde die Osterkerze in die dunkle Kirche hineingetragen, Zeichen des neuen Lebens, das wir heute feiern dürfen. Vielleicht leuchtet sie in diesem Jahr nicht so strahlend, wie sonst. Das Corona-Virus bestimmt ja immer noch unser Leben. Das soll aber heute am Ostertag unserer Osterfreude keinen Abbruch tun. Denn seit Ostern wissen wir: Das Leben ist stärker als der Tod, das Licht stärker als alle Dunkelheit dieser Welt. Denn, Christus ist auferstanden! Mit Gottes Hilfe hat er den Tod bezwungen.

Gebet:    

Gott allen Lebens, am Osterfest hast du deinen Sohn aus dem Dunkel des Grabes zur Auferstehung geführt. Erfülle unsere Herzen mit Dankbarkeit über das Geschenk der Erlösung, und lass uns am Ende unseres irdischen Weges für immer in deinem Licht leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Evangelium:     Aus dem Evangelium nach Markus

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Mágdala, Maria, die Mutter des Jakobus und Sálome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier.

Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

Gedanken:

Die Frauen am Grab haben sich nach dem Tod Jesu am Kreuz auf den Weg gemacht, um den Leichnam einzubalsamieren. So ist es Brauch im Land. Mehr können sie nicht tun für ihren toten Freund. Als der Engel ihnen dann am Grab Jesu sagt, er sei auferstanden, brechen sie nicht sofort in Osterjubel aus. Im Gegenteil. Sie bekommen erst einmal einen riesen Schreck. Der Engel schickt sie nach Hause zurück. Er lenkt ihren Blick vom Grab weg, zurück in den Alltag. Dort werden sie dem Auferstandenen begegnen. Die Frauen können nicht glauben, was ja eigentlich auch unglaublich ist; zu sehr sind sie noch in ihrer Trauer gefangen. Den Männern fällt das noch schwerer. Sie halten die Botschaft des Engels für „Weibergeschwätz“, wie man in der Bibel nachlesen kann. Es ist der Auferstandene Christus selbst, der sich ihnen in den Tagen danach zu erkennen gibt. Er selbst öffnet ihnen die Augen für das Ostergeheimnis.

Der Osterglaube kommt also manchmal auf leisen Sohlen. Ein Trost für uns, wenn auch wir manchmal zweifeln und uns schwer tun mit dem Glauben an die Auferstehung. Aber, er kann auch in uns wachsen, aufblühen und Trost und Hoffnung geben in schweren Zeiten. 

    

Fürbitten:        

Herr, unser Gott, nicht allen fällt es heute leicht, in den Osterjubel deiner Kirche einzustimmen. Manche werden von schweren Lasten niedergedrückt. Im fürbittenden Gebet wollen wir dir ihre Sorgen und Nöte anvertrauen.

  • Für alle, die schwer krank sind und nicht wissen, ob sie wieder gesund werden und für alle, die sie pflegen und sich um sie kümmern. Gott, unser Vater: Wir bitten dich, …

  • Für alle, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen und gerade in diesen Krisenzeiten schwere Entscheidungen zu treffen haben. Gott, unser Vater:

  • Für alle, die nicht mehr so recht an die Osterbotschaft glauben können, die resigniert haben und sich müde und enttäuscht von der Kirche abwenden. Gott, unser Vater:

  • Für alle, die einen geliebten Menschen verloren haben, die jetzt trauern und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Und für unsere Verstorbenen: Gott, unser Vater:

Dir sei Lob und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.

Vater unser:

PS.

Seit dem Mittelalter gibt es in der Kirche die Tradition des „Osterwitzes“. Der Prediger sollte am Ostertag die Gläubigen mit einem Witz zum Lachen bringen; dieses Osterlachen sollte Ausdruck der Freude über die Auferstehung Jesu sein und der Hoffnung, dass Gott ein für allemal den Tod besiegt hat und auch wir einmal das ewige Leben erwarten dürfen. Einer dieser Osterwitze geht so:

Nach biblischer Überlieferung hatte Josef von Arimathäa sein Familiengrab für die Bestattung Jesu zur Verfügung gestellt. Er war Ratsherr in Jerusalem und ein frommer Pharisäer, der mit Jesus sympathisiert hatte. Nach der Grablegung Jesu kommt er nach Hause und berichtet seiner Frau davon. Die ist ganz außer sich und fragt: „Immer denkst du nur an die Anderen. Wo sollen wir uns denn dann begraben lassen, wenn wir einmal sterben?“ In aller Ruhe antwortet Josef: „Nun reg dich nur nicht so auf! Ist ja nur für drei Tage.“