Was wir feiern

In einem Lied von Manfred Siebald heißt es: "Gott ist schon da, er will dir Gutes tun." Damit ist eigentlich alles gesagt.

Gott ist da: In uns, um uns, einfach da. Er liebt uns, hat uns ins Leben gerufen und will, dass unser Leben gelingt. Immer wieder haben Menschen erfahren, dass er für sie da ist. Manchmal erkennt man es erst im Nachhinein. Und manchmal brauchen Menschen äußere Zeichen, damit sie sich dran erinnern - damit seine Liebe real wird. Die Symbole der Sakramente sind solche Zeichen. Sie sind äußere Zeichen, die eine Geschichte in sich tragen. Nur wer diese Geschichte kennt, wird in diesen Zeichen die Liebe Gottes erfahren.

Die Geschichte von Brot und Wein lautet: 
"Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. 
Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird."
 (Mk 14,22ff.)

Wenn Jesus zu seinen Freunden sagt: "Das Brot ist mein Leib", dann meint er damit:
So, wie dieses Brot gebrochen wird, so wird auch mein Leben zerbrochen. Ich setze mein Leben aufs Spiel, damit ich meiner Botschaft treu bleiben kann - damit ihr mir die Liebe Gottes glaubt. In der Gestalt dieses Brotes begegnet euch mein Wesen. Ihr empfangt meine Liebe. So, wie das Brot euch satt macht, so will auch ich euren Lebenshunger stillen. So, wie das Brot euch Energie gibt, will auch ich euch Kraft geben zum Leben. So, wie das Brot in euch verdaut wird und ein Teil von euch wird, so will auch ich euch ganz und gar durchdringen und ein Teil von euch werden.

Ebenso ist es mit dem Wein: "Das ist mein Blut".
Wein als Zeichen für Lebensfreude. Der Rausch ein  Zeichen für Gottes Liebe. Er liebt nicht mit kühlem Kopf - berechnend. Er verschenkt sich ganz und gar, fließt über vor Liebe. In Jesus geht Gott aus sich heraus. Er gibt sein ganzes Herzblut - für uns.

Wenn wir in der heiligen Messe dieses Brot und den Wein empfangen, wird es uns gegeben mit den Worten: "Leib Christi - Blut Christi". Wer es entgegennimmt antwortet: "Amen". Das heißt: "Ja, so ist es". Das ist das kürzeste Glaubensbekenntnis: Ja, so ist es! Ich verinnerliche Jesus Christus - seine Liebe durchdringt mich. Er wird ein Teil von mir, ich ein Teil von ihm.

Weitere Informationen zur Bedeutung der Eucharistie...

 

 

Erstkommunion

Die Feier der ersten Heiligen Kommunion ist eines der drei Eingliederungssakramente in die Kirche. Christ wird man durch Taufe und Firmung. Ursprünglich wurden diese gemeinsam (Erwachsenen) gespendet. Die neu in die Gemeinschaft der Christen Aufgenommenen haben dann auch zum ersten Mal das getan, was Jesus Christus seinen Jüngern aufgetragen hat: "Nehmt und esst ... tut dies zu meinem Gedächtnis". 

Nachdem die Erwachsenentaufe der Kindertaufe gewichen ist, hat sich in der westlichen Kirche eingebürgert, das eine Eingliederungssakrament in drei zeitlich aufeinanderfolgenden Sakramenten zu spenden: Taufe im Säuglingsalter, Erstkommunion während der Grundschulzeit und die Firmung für Jugendliche. 

Geblieben ist die Bedeutung als Aufnahmeritus: Die Kinder werden aufgenommen in die Gemeinschaft (=Kommunion) derjenigen, die das Abendmahl feiern. Indem sie dies tun, erfahren sie Gemeinschaft mit Christus und dadurch Gemeinschaft untereinander. Die Eucharistie bildet also die Gemeinschaft der Christen. Ohne Eucharistie keine christliche Gemeinschaft.  

NEUIGKEITEN

Pfarrnachrichten vom 24.06. - 01.07.2017
Pfarrnachrichten vom 17. - 23.06.2017
Pfingstpfarrbrief online In den nächsten Tagen wird der Pfingstpfarrbrief verteilt. Wer nicht warten möchte, kann ihn schon online lesen und hier herunterladen...