Pfarrgemeinde St. Otger

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Weltjugendtag 2011 - Stadtlohner Teilnehmer sind zurück

Aus Stadtlohn machten sich am Mittwoch, 10.8., 10 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren mit dem Diakon der Kirchengemeinde St. Otger, Markus Reuther, auf die Reise nach Spanien und folgten so der Einladung von Papst Benedikt XVI. zum Weltjugendtag in Madrid. Die insgesamt 12 Tage waren in zwei große Abschnitte unterteilt.

NGottedienst an der Burg von Javier bei Pamplonaach einer langen und anstrengenden Busfahrt begann die Zeit in Spanien zunächst im Partnerbistum Pamplona, wo die Jugendlichen aus dem Bistum Münster die „Tage der Begegnung“ verbrachten. Die Tage wurden dort von verschiedenen Gemeinden vorbereitet und organisiert. Dabei stand im Mittelpunkt die Stadt, die Region und die spanische Kultur kennen zu lernen. Engagierte Katechese in PamplonaDie Gruppe aus Stadtlohn war mit weiteren Gruppen aus Italien, den Philippinen und einer weiteren deutschen Gruppe aus Paderborn untergebracht. Durch das ausgewogene und tolle Programm, lernten sich die Gruppen untereinander schnell kennen und bauten gute Beziehungen auf. Auch die Verständigung war erstaunlich einfach. Man sprach entweder englisch miteinander oder machte zusammen Musik. Letzteres prägte die gemeinsame Zeit in Pamplona. Nach einem etwas emotionalen Abschied in der Gastgemeinde und in den Gastfamilien in Pamplona, ging es für die Pilger am Montag, 15.8., mit großen Erwartungen nach Madrid.

Clara Demes, 14 Jahre, freute sich besonders auf die große Gemeinschaft vonStadtlohner Gruppe mit WJT-Gast aus Entenhausen vielen Jugendlichen in Madrid. Eine stickige Turnhalle in einem Dörfchen ca. 60 km vor Madrid, sehr einfaches Frühstück und kaltes Wasser in den Duschen, konnten die Stimmung in der Stadtlohner Gruppe allerdings nicht trüben. Auch die frühen Zeiten zum Aufstehen und Aufbrechen nach Madrid selbst, z.B. zu den verschiedenen Katechesen, nahm man in Kauf. Schwerpunkt der Zeit in Madrid waren die Katechesen am Mittwoch, Donnerstag und Freitag mit Kardinal Meisner, Weihbischof Timmerevers und Diözesanbischof Dr. Felix Genn. Katechese mit Bischof Felix GennAllerdings erwies sich die Teilnahme an den Katechesen als schwierig, da die Kirchen erstens zu klein und zweitens zu gut besucht waren. Aber an den Katechesen mit Weihbischof Timmerevers (18.8.) und Bischof Genn (19.8.) konnten fast alle Münsteraner Pilger teilnehmen. „Die Katechesen kamen gut an, besonders gut, waren die einzelnen Kleingruppengespräche untereinander während der Katechesen“, so Raphael Greving, 16 Jahre alt und Schüler aus Stadtlohn. Clara Demes ergänzt: „Besonders gut hat mir die verständliche Jugendsprache gefallen. So konnte man den Katechesen gut folgen.“ Beeindruckt hat die Gruppe die persönliche Begegnung mit Bischof Genn im Anschluss seiner Katechese am Freitag. Ihm war es ein Anliegen, alle Münsteraner Pilger zu treffen. „Er ist ein offener und humorvoller Mensch“, meint Raphael Greving. Neben den Katechesen nutzen die Jugendlichen die freie Zeit, um die Stadt kennen zu lernen oder einfach nur auszuruhen, da die durchschnittlich fast 40 Grad recht kräftezehrend waren.

Heiß. trocken, weit weg vom Papst: vor der VigilAm Samstag, 20.8., brachen die Pilger zum Flughafengelände Cuatro Vientos auf, wo sie eigentlich die Nacht verbringen und die Vigil und die Messe mit dem Papst mitfeiern sollten. Allerdings ist dazu nicht gekommen. Ein heftiges Gewitter mit Regen und starken Windböen stellten die Pilger auf eine harte Bewährungsprobe. Kleidung und Schlafutensilien wurden durchnässt und die Stimmung schlug um. „Nachdem der erste Regenguss überstanden war, erhielten wir Gruppenverantwortlichen den Auftrag, mit unseren Gruppen den Platz zu verlassen. Erst als wir draußen waren, erhielten wir eine ausführliche Begrünung“, so Diakon Markus Reuther. Die Fläche, auf der u.a. auch die Stadtlohner Gruppe Platz gefunden hatte, weil das eigentlich vorgesehene Feld maßlos überfüllt war, glich einem Acker und war schlecht beleuchtet. Zudem funktionierte die Essensausgabe der Pilgerpakete nicht und die Wasserversorgung war ebenfalls mangelhaft. „Die Entscheidung der Weltjugendtagesleitung des Bistum Münsters hier abzubrechen, war natürlich schade, weil die Jugendlichen das Wesentliche nicht mitbekommen haben, ist aber auch für mich, der Verantwortung für die Gruppe hatte, auf jeden Fall nachvollziehbar“, so Reuther weiter. Nachdem die Münsteraner Pilger das Flughafengelände verlassen hatten, die Nacht in einem nahe gelegenen Park verbrachten, traten die Pilger am Sonntag schon um 8 Uhr die Rückreise nach Deutschland an.

Die Stadtlohner Gruppe erreichte übermüdet nach einer anstrengenden Busreise Stadtlohn gegen 13 Uhr am Montag (22.8.) Sie wurde bereits von den Eltern und den Geschwistern erwartet. Was bleibt vom Weltjugendtag? „Obwohl es etwas enttäuschend war, in Madrid nicht alles miterlebt zu haben, bleiben doch die guten Erinnerungen und die Erfahrungen der Zeit dort im Gedächtnis. Besonders die vielen guten und freundlichen Begegnungen mit den Menschen in Pamplona werden uns noch lange begleiten“, meint Clara Demes und spricht so für die ganze Gruppe. „Mich hat es beeindruckt, wie ehrlich die Jugendlichen miteinander ins Glaubensgespräch gekommen sind und das der Glaube für viele eine große Rolle spielt“, resümiert Markus Reuther.