Beten für Verstorbene – da haben wir in Stadtlohn eine Tradition: das Nachbarschaftsgebet. Am Abend vor der Beerdigung versammeln sich die Nachbarn, zusammen mit der Familie des Verstorbenen. Das ist ein Zeichen der Solidarität: Du bist nicht allein! Wir trauern mit dir, wir hoffen mit dir. Unsere Gemeinschaft reicht über den Tod hinaus.
Früher beteten die Nachbarn immer den Rosenkranz. Das können heute nicht mehr alle mitvollziehen; und vorbeten können ihn auch nur noch ganz wenige. Deshalb hat unser Liturgieausschuss eine neue Gebetshilfe zum Nachbarschaftsgebet erstellt. Dieses Heft können Sie hier als PDF-Datei herunterladen:
Sie können es auch in den Sakristeien, im Pfarrbüro, und im K-Punkt ausleihen.
Darin gibt es drei Andachtsmodelle:
- Für einen älteren Verstorbenen. Das wird wohl am meisten gebraucht.
- Für einen früh, plötzlich oder auf tragische Weise Verstorbenen.
- Für ein verstorbenes Kind.
Jedes Andachtsmodell besteht aus drei Teilen:
- einem Einleitungsteil mit Liedern, Gebeten und Lesungen,
- einem Andachtsteil mit verschiedenen Möglichkeiten des gemeinsamen Gebets
- einem Schlussteil mit Fürbitten, Vaterunser und Segen.
Den ersten und letzten Teil eines Andachtsmodells kann man einfach
so vorlesen. Das ist gut, denn bis zur Beerdigung hat man nicht viel
Zeit, alles ganz alleine vorzubereiten. Die Gemeinde braucht jeweils
nur das GOTTESLOB.
Im Mittelteil gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, damit man
auf die jeweilige Situation besser eingehen kann. Damit man die Wünsche
der Angehörigen besser berücksichtigen kann. Und auch die Art, wie man
selber beten möchte. Und beten kann. Diesen mittleren Teil des
Nachbarschaftsgebets muss man gut vorbereiten. Man kann bestimmte
Elemente auswählen, zum Beispiel
- eine Andacht
- ein Gesätz vom Rosenkranz
- eine Litanei
- einen Meditationstext
- oder einen Text aus der Literatur.
Wir wissen natürlich, dass den meisten ist nichts so heilig wie ihre Gewohnheit ist. Trotzdem hofft unser Liturgieausschuss, dass das neue Nachbarschaftsgebet auch gebraucht wird. Wir glauben:
- Es passt gut in unsere Zeit.
- Es spricht eine neue Sprache – einfach, verständlich, modern.
- Und außerdem: Wir haben uns damit viel Arbeit gemacht.
Es ist sehr leicht zu handhaben: Gebete und Texte, die Hoffnung geben. Denn wir sind österliche Menschen. Wir beten für die Verstorbenen in der Hoffnung, dass sie bei Gott sind. Wir gedenken ihrer, weil sie uns nahe sind: durch Christus sind sie mitten unter uns.






